Der Brotbackautomat – ein fast vergessenes Küchengerät neu entdeckt

Ich stand neulich in der Küche und überlegte, welche Beilage zu meinen orientalischen Hummerschwänzen passen könnte. Brot sollte es sein! Kaufen? Nein, ich entschied mich schnell fürs selber machen!

Wer mich kennt weiß, backen ist  nicht so meines, denn wie Tim Mälzer mal so schön sagte „Kochen ist nicht backen!“ Aber ein Brot, das bekomme ich ganz sicher hin. Ein ausgefallenes Rezept war schnell gefunden und die Küchenwaage samt diverser Messbecher und Schüsseln bereit gestellt.

Dann fiel mir ein, das ich seit einer gefühlten Ewigkeit einen Brotbackautomaten besitze, aber nicht benutze – irgendwie „old school“ fand ich. Hmm selber kneten oder kneten lassen… Einen Versuch war es wert, also holte ich meinen längst vergessenen Brotbackautomaten aus dem Küchenschrank und los ging es.

Mein Brotbackautomat

Das ist er, mein Bomann CB 579 🙂

Er verfügt über 8 verschiedene Programme. Zusätzlich kann ich aus drei verschiedenen Bräunungsgraden wählen und im Teigbehälter lassen sich Brote bis 1000 g zubereiten.

Ich bin mit meinem Gerät immer noch super zufrieden – die Langlebigkeit der Geräte ist wirklich Top! Bist du gerade auf der Suche? Hier findest du die, meiner Meinung nach, aktuell besten Brotbackmaschinen, denn meinen Bomann gibts leider nicht mehr.

Wofür kann ich einen Brotbackautomaten noch verwenden?

Wie es der Name des Küchengerätes schon verrät, ist dieses hauptsächlich für das einfache und unkomplizierte backen von Brot gedacht. Darüber hinaus gibt es auch nicht wirklich viele Verwendungsmöglichkeiten.

Gut einsetzbar ist der Brotbackautomat jedoch für die Zubereitung von Teig – besonders für Hefeteig. Dieser wird vom Automaten geknetet und kann danach auch in Ruhe gehen, ohne dass man eine Schüssel auf der Heizung platzieren muss. Wer also öfter auch mal eine Pizza selber macht hat hier einen guten Helfer.

  Der Vorteil vom Brotbackautomaten

Der meiner Meinung nach größte Vorteil liegt in der Zeitersparnis. Die Rezepte für Brotbackautomaten sind nicht in Gramm, sondern ich Bechern angegeben. Dazu kommen Angaben wie TL bzw. EL. Der Becher ist im Lieferumfang des Gerätes bereits enthalten. Kein umständliches abwiegen, einfach immer wieder den Becher mit den entsprechenden Zutaten füllen und diese dann in den Teigbehälter füllen.  Sind alle Zutaten drin, den Deckel schließen und den Brotbackautomaten einschalten – das war`s!

 Gibt es auch Nachteile?

Klar, wo gibt es diese nicht! Der erste Nachteil ist, das man den Brotbackautomaten ja erst mal kaufen muss, es kostet also Geld. Dann ist es wieder ein Küchengerät, was im Küchenschrank irgendwie verstaut werden muss.

Bei den Broten selbst ist es vielleicht die Optik, die der von im Backofen gebackenen Broten etwas nachsteht. Im Geschmack (was ja irgendwie das Wichtigste ist) gibt es keine Nachteile.

Mein Fazit zu den Vor- und Nachteilen

Ob die Vor- oder Nachteile überwiegen, hängt von den eigenen Bedürfnissen ab. Wer lediglich zu Geburtstagen, an Ostern der Weihnachten mal ein Brot backen möchte kann dafür super den Backofen nutzen. Aber all diejenigen unter uns, die mehrmals im Monat selbst ihr Brot backen möchten, für diejenigen lohnt die Anschaffung auf jeden Fall.

  • wenig Aufwand für die Vorbereitung
  • einfache Zubereitung
  • geringerer Stromverbrauch gegenüber dem herkömmlichen Backofen
  • Langlebgkeit der Geräte
  • Anfangsinvestition nötig
  • Optik des Brotes nicht ganz so schön

Da es meinen Brotbackautomaten (ein BOMANN der nun schon etwa 10 Jahre alt ist) leider nicht mehr gibt, habe ich mich umgesehen und einige vergleichbare Modelle herausgesucht.


Für wen ist ein Brotbackautomat geeignet?

Man muss weder Profikoch noch -bäcker sein um Brot selbst zu backen. So gesehen ist ein Brotbackautomat ein Küchengerät für Anfänger oder Einsteiger. Rezepte finden sich im Netz oder aber in Kochbüchern. Da man sich beim Backen sowieso tunlichst an das Rezept halten sollte, brauchen Milch, Mehl, Wasser und andere Zutaten lediglich im Becher (gehört zum Gerät dazu) abgemessen werden. Wer es noch einfacher mag, der greift auf fertige Backmischungen zurück, welches es in großen Supermärkten zu kaufen gibt. Hier muss dann lediglich die Flüssigkeit (Milch oder Wasser) noch dazu gegeben werden. Das ist für Küchenanfänger super.

Aber auch ambitionierte Hobbyköche dürfen sich an diesem Gerät erfreuen. Ich selbst habe es, nachdem meines etwa 2 Jahre unbeachtet im Küchenschrank stand, wieder neu entdeckt und bin begeistert. Wer  experimentierfreudig ist, kann mit den verschiedensten Zutaten herumspielen und so das für sich perfekte Brot  kreieren.

Brot backen mit dem Brotbackautomaten

Rezepte für den Brotbackautomaten

Ich liebe es in Koch- bzw. Backbüchern zu stöbern. Auch für das Brot backen im Automaten gibt es zahlreiche Bücher. Hier sind die Mengenangaben gleich in „Becher“ statt Gramm, so dass die Zubereitung ein Kinderspiel ist.

Rezepte meiner Lieblingsbrote

Meine liebsten Rezepte für Brote aller Art habe ich mit Zutatenliste, ausführlicher Beschreibung und Bildern zusammengefasst.

Es sind sowohl Rezepte speziell für Brotbackautomaten als auch Rezepte für den Backofen dabei.

Wer sich, gerade zu beginn seiner „Küchenlaufbahn“, noch nicht an Rezepte herantraut, für den sind fertige Backmischungen eine super Alternative.


Wie funktioniert das Brot backen mit dem Brotbackautomaten ?

Ich glaube nicht, dass es viele Dinge (in der Küche) gibt, die einfacher sind, als Brot mit einem Brotbackautomaten zu zaubern.

Im Grunde müssen lediglich folgende Schritte ausgeführt werden:

  • die Zutaten in der vom Hersteller empfohlenen Reihenfolge in den Teigbehälter füllen
  • Deckel schließen
  • Stecker in Steckdose stecken
  • Programm auswählen
  • Start drücken

Natürlich ist die Zubereitung bzw. der Aufwand auch maßgeblich vom Brot abhängig, welches zubereitet werden soll. Hier gibt es einfache Rezepte, die schnell und unkompliziert gemacht sind. Es gibt aber auch Rezepte die raffiniert und damit auch aufwendiger in der Zubereitung sind.

Reinigung und Pflege

Einer der Vorteile eines Brotbackautomaten ist in meinen Augen auch die einfache Reinigung. Statt Schüssel, Kochlöffel, Backform, etc – welche beim manuellen Backen benötigt werden – muss hier nur der Teigbehälter und der Knethaken nach dem Backen gereinigt werden. Beides ist antihaftbeschichtet und lässt sich damit kinderleicht mit lauwarmen Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Tuch oder schwamm abwaschen.

Tipp: Sollte sich der Knethaken schwer oder gar nicht entfernen lassen

Knethaken-Entferner für alle gängigen Brotbckautomaten