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OMAN – eine noch junge Destination im Indischen Ozean

OMAN – eine noch junge Destination im Indischen Ozean

Meine Entscheidung

Es ist Anfang Dezember und wir haben noch eine Woche Resturlaub. Normalerweise fällt es uns nicht schwer ein für uns interessantes  Reiseziel zu finden, aber in diesem Jahr ist es anders. Der Absturz des russischen Passagierflugzeuges bei Sharm el Sheikh, die Ereignisse von Paris – sollen / wollen wir unter diesen Umständen überhaupt in ein Flugzeug steigen?
Alle reden davon sich nicht einschüchtern zu lassen – jetzt erst recht ist die Devise und auch wir fühlen so, aber schlussendlich wirklich in ein Flugzeug zu steigen, es tatsächlich zu tun ist etwas anderes.
Das erste Mal in meinem Leben habe ich Angst davor, mein Bauchgefühl sagt mir „lass den Urlaub ausfallen“, bleib zu Hause, genieße die Adventszeit und geh auf Weihnachtsmärkte.
Heute bin ich froh, dass ich diesem Gefühl nicht nachgegeben habe!

ein Sultanat aus 1001 Nacht – die Reise beginnt

Der erste Teil dieses Artikels entstand etwa 11.000 Meter über Saudi Arabien in einer Boeing 737 von SunExpress. Neben mir steht der obligatorische Tomatensaft mit Pfeffer und Salz und der Kapitän informiert uns gerade, dass wir, dank Rückenwind, etwa 1000 km/h schnell sind – wow jetzt bin ich beeindruckt!
Zugegeben, 9 Stunden in einer Kurzstreckenmaschine mit Mini-Sitzabständen zu verbringen kann ziemlich lang werden, aber die Crew war sehr nett und der Flug sehr ruhig.
Pünktlich um 3 Uhr Morgens landen wir auf dem Flughafen Salalah. Wir sind die einzige Maschine, welche gerade auf dem „nagelneu“ anmutenden Flughafen angekommen ist, hier ist alles noch sehr beschaulich. Innerhalb weniger Minuten haben wir unser Touristenvisum (10 Tage für 2 Personen 31,-Euro) und als wir zum Gepäckband kommen, trauen wir unseren Augen kaum. Alle Koffer sind bereits ausgeladen und stehen ordentlich nebeneinander aufgereiht vor dem Transportband – das nenne ich Service!
Vor dem Flughafen wartet bereits der Bus, welcher uns zum Hotel in der Nähe von Mirbat bringen sollte. Alles ging super zügig!
Uns fällt die Beleuchtung der Straßen auf. So weit man schauen kann, sind die Straßen hell beleuchtet, weit hinaus über die Stadtgrenzen von Salalah – fast so wie Flugzeug-Landebahnen. Dank dieser exklusiv anmutenden Beleuchtung können wir erste Eindrücke einfangen.  Alles wirkt irgendwie neu und hochwertig, die Mehrzahl der Häuserfassaden sind komplett mit Fliesen verkleidet, welche im Scheinwerferlicht funkeln, nirgends liegt Müll herum, keine zerfallen Häuser oder Hütten.
Nach etwa 35 km hörte dann die exklusive Straßenbeleuchtung auf und wir fuhren durch die Dunkelheit, der Sternenhimmel wurde sichtbar.

Das Hotel

Nach einer guten Stunde Fahrt erreichen wir unser Hotel – das Mariott Resort Salalah. Das Hotel liegt etwas einsam, praktisch im Nichts, umgeben von Wüste, dem Dhofar-Gebirge und – natürlich –  dem Indischen Ozean. Für einen ruhigen Urlaub perfekt. Mit seinen 170 Zimmern zählt dieses Hotel eher zu den Kleineren. Mehr Infos über das Hotel findet ihr hier.

Empfang der örtlichen Reiseagentur

Wie bei Pauschalreisen üblich, fand am ersten Tag gegen Mittag ein Treffen mit unserem Reiseleiter vor Ort statt. Wir versammelten uns also mit den anderen Neuankömmlingen in einem der Konferenzräume und ließen uns über die Annehmlichkeiten und Besonderheiten des Hotels informieren. Ausflüge und Sehenswertes waren ebenfalls ein Thema. Mit wurde bereits jetzt klar, dass eine Woche viel zu wenig Zeit ist, um alles zu sehen. So entschieden wir uns für eine Jeep-Safari ins Gebirge und eine Stadtrundfahrt nach Salalah, für einen Einkaufsbummel nutzen wir das kostenfreie Shuttle-Angebot des Hotels.

Mittlerweile werden alle Ausflüge mit deutschsprachiger Reiseleitung angeboten, die Reiseleiter sind meist aus Ägypten. Um die Preise in Euro umzurechnen, einfach mit 2,6 multiplizieren.

Wer lieber eine individuellere Tour möchte, findet im Hotel einen einheimischen Guide, der für recht kleines Geld Touren anbietet – dies allerdings nur auf englisch.

Leben im Hotel

Die Tage zwischen den Ausflügen nutzten wir ausgiebig zum Faulenzen, einfach mal die Seele baumeln lassen und die Sonne genießen. Dank der vielen Sonnenliegen rund um den Pool finden auch wir als Langschläfer (den „3h-Jetlag“ hatten wir etwas unterschätzt) immer ein gemütliches Plätzchen. Schade, dass es trotzdem Urlauber gibt, welche morgens um 7.00 Uhr ihre „Stammplätze“ mittels Handtuch o.ä. am Pool reservieren müssen – da war leider wieder „Fremdschämen“ angesagt.

Sorry Welt, wir sind nicht alle so!

Die Poolanlage ist sehr gemütlich angelegt und in verschiedene Bereiche unterteilt. Animation gibt es keine, hin und wieder läuft an der Poolbar aber etwas Musik.
Zu einem meiner Lieblingsplätze im Poolbereich hat sich der Whirlpool entpuppt, mit knapp  40°C ein wirklich gemütliches Plätzchen mit herrlichem Blick über den Ozean.

Apropos Ozean:

Wie hier bereits erwähnt, gibt es direkt beim Hotel keine Möglichkeit im Meer zu baden, allerdings nach einem kurzen Spaziergang von nicht mal 5 min erreicht man eine kleine romantische Badebucht. Hier stehen Liegen und Sonnenschirme (ebenfalls kostenlos) und das Hotel ist gerade dabei bis dorthin eine Weg zu bauen, so das man noch schneller dort ist. Ich persönlich finde es jedoch schöner direkt im Sand am Wasser entlang zu laufen.

der Oman

Ich gebe zu, dass ich vor ein paar Monaten zum allerersten Mal vom Reiseland OMAN gehört habe. Wo liegt dieses Land und was hat es zu bieten?

Heute kenne ich die Antworten und bin fasziniert von der immer noch neuen und vom Massentourismus bislang verschont gebliebenen Destination OMAN.

Land & Leute

Der Oman ist ein Sultanat im Süden der Arabischen Halbinsel. Hier leben etwa 3 Mio Menschen, davon etwa 2 Mio Omanis und 1 Mio Gastarbeiter, welche hauptsächlich aus Indien, Pakistan und Bangladesch kommen.

Der heute 75-jährige Sultan Qabus ibn Said ist seit 1970 im Amt und in der Bevölkerung sehr beliebt. Dies ist kein Wunder, denn er lässt seine Bevölkerung am Reichtum des Landes Anteil haben. So gibt es beispielsweise einen Mindestlohn, keine Lohnsteuern und auch die ärztliche Behandlung ist kostenfrei.

Über 80% der Staatseinnahmen des Oman kommen im Moment noch aus dem Ölgeschäft, zur Zeit wird jedoch kräftig in den Tourismus investiert – hier sollen die Einnahmen in den nächsten Jahren kräftig steigen. Plan des Sultans ist es, den Tourismus als Haupteinnahmequelle zu etablieren – angesichts der sinkenden Ölpreise sicher ein notwendiger Plan um die nötigen Staatseinnahmen langfristig zu sichern. Aber wie immer gibt es auch eine Kehrseite. Es müssen dringend Hotels gebaut werden – bevorzugt in direkter Strandlage. – Das Ende der unberührten Natur

Rund um Salalah sollen in den nächsten Jahren zahlreiche neue Hotels entstehen. Menschen, die in erster Strandreihe Ihre Häuser hatten, wurden mit 75.000 OMR und einer Wohnung/Haus in der Stadt dafür entschädigt, Ihre Grundstücke zu verlassen. Die Häuser werden abgerissen und der Bau kann beginnen. Leider bedeutet dies wahrscheinlich auch das Ende endloser Sandstrände in unberührter Natur.

Klima & Wetter

Im Oman herrscht subtropisches Klima, welches maßgeblich durch den Monsun beeinflusst wird. Im Süden des Omans ist das Klima beinahe tropisch. Die Tagestemperaturen liegen immer um die 30°C. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit niedrig, was das Klima sehr angenehm macht. Während der Monsunzeit von Juni bis September regnet es praktisch täglich und die Luftfeuchtigkeit steigt entsprechend. Die Natur erwacht zum Leben und es entsteht eine grüne Landschaft inmitten der Wüste. Mehr dazu findet ihr auch hier.

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  1. […] es über Mirbat direkt in die Berge – die Straße ist neu – wie so viele Straßen im Oman. Der Fahrer erklärt uns, das wir nun zum „Magic Mountain“ fahren. Der Berg heißt […]

  2. […] serviert werden. Das erste mal  habe ich eine Linsentarte auf unserer Hochzeitsreise im Oman gegessen. Zugegebenermaßen  wusste ich  zuerst nicht, was ich da aß – es war einfach nur […]

  3. […] serviert werden. Das erste mal  habe ich eine Linsentarte auf unserer Hochzeitsreise im Oman gegessen. Zugegebenermaßen  wusste ich  zuerst nicht, was ich da aß […]

  4. […] Mirbat direkt in die Berge – die Straße ist neu – wie so viele Straßen im Oman. Der Fahrer erklärt uns, das wir nun zum „Magic Mountain“ fahren. Der Berg […]

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