Der perfekte Domainname und warum KISS nicht immer was mit küssen zu tun hat

Einer der wichtigsten Entscheidungen, welche du treffen musst, BEVOR du mit deinem Foodblog starten kannst, ist die über (d)einen Domainnamen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schnell man hier einen Fehler macht, der sich später nicht mehr oder nur mit sehr großem Aufwand korrigieren lässt – dazu aber später mehr.

Weil es nicht so ganz einfach ist, hier die richtige Entscheidung zu treffen nimm Dir Zeit! Und damit meine ich nicht nur ein oder zwei Stunden, sondern eher ein oder zwei Wochen oder sogar noch mehr.

Der Name deiner Domain ist eine Entscheidung fürs Leben.

Warum es so wichtig ist, sich gleich am Anfang für den richtigen Domainnamen zu entscheiden?

Der Name Deiner Domain wird virtuelle Adresse und Aushängeschild deines Bloggerbusiness sein. Er ist der Name oder Begriff, mit welchem Du ab sofort ständig in Verbindung gebracht wirst und für welchen du stehst. Es ist wichtig, dass du dich mit diesem Begriff wohl fühlst.

Wie findest Du jetzt nur aber den für Dich und Dein Projekt passenden Namen?

8 Dinge, an die Du bei der Auswahl Deines Domainnamens denken solltest

1. KISS – Mach es nicht unnötig kompliziert

Wie Du wahrscheinlich schon vermutest, hat KISS hat in diesem Fall weder etwas mit küssen,noch mit der Rockband zu tun, sondern ist eine Abkürzung.

KISS = Keep it short and simple

Diese allgemeine Formel gilt für viele Lebensbereiche und wird hier erfolgreich angewendet. Egal ob Kommunikation, Marketing und eben auch das Finden des passenden Domainnamen, du solltest dabei KISS beherzigen.

Von allem, was lang, kompliziert oder sogar erklärungsbedürftig ist, solltest du die Finger lassen.

2. Wie lang sollte und wie lang darf Dein Domainname sein?

Der einfache Grundsatz lautet: je kürzer desto besser!

Kurz und einprägsam sind daher die beiden grundlegenden Kriterien, denn kurze Namen sind einprägsamer und weniger anfällig für Tippfehler. Stell Dir nur mal vor, ein Leser landet, nur wegen eines Tippfehlers, auf einem anderen Foodblog, statt auf Deinem – ärgerlich oder?

3. Keyword-Domain, eigener Name oder Phantasiename

Grundsätzlich sind alle drei Varianten möglich und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Keyword-Domain

Gerade bei einem reinen Foodblog ist die Keyword-Domain jedoch häufig die beste Wahl. Hier ist sofort erkennbar, worum es geht und das wird sich auch recht schnell herumsprechen und in den Köpfen Deiner Leser festsetzen.

Eigener Name

Planst Du beispielsweise, neben Rezepten auch Workshops, Kochkurse oder Ähnliches anzubieten, kann der Aufbau Deiner „Personenmarke“ durchaus sinnvoll sein. Diese Marke bekannt zu machen dauert meist sehr lange, da am Anfang dein Name noch nicht mit deinem Produkt oder deinem Kochstil verbunden ist. Hast du das aber erst mal geschafft, ist es um so leichter unter dem eigenen Namen aufzutreten Du brauchst diesen dann nur nur noch zu nennen ohne großartig erklären zu müssen was du tust und wofür du stehst.

Phantasienamen

Für Phantasienamen gilt praktisch das Gleiche, wie für deinen eigenen Namen. Jedoch wird es hier nochmal um einiges schwerer diesen bekannt zu machen, weil er mit deinem Produkt UND deinem Namen verbunden werden muss.

Der Vorteil eines Phnatasienamens liegt darin, dass du deine Angebot bei Bedarf einfacher anpassen, erweitern oder sogar ändern kannst.

Hier spreche ich aus eigener Erfahrung, denn GeLeSi  ist genau das, ein Phantasiename, welchen ich vor vielen Jahren registriert habe ohne genau zu wissen, was daraus werden soll. Ich hatte damals eine kreative Phase – nicht besonders rühmlich, ich weiß.

Aus heutiger Sicht würde ich diesen Weg so nicht wieder gehen, denn warum sollte ich es mir freiwillig ein zweites Mal so schwer machen. Dass es jedoch eine Möglichkeit ist, habe ich bewiesen 😉

4. Bindestriche ja oder nein

Menschen sind Gewohnheitstiere und das gilt auch für Webseiten. So sind wir es seit je her gewohnt, das die Sidebar bei einem Onlineshop oder einer Shopping-Plattform wie amazon immer links ist. Bei einem Blog dagegen befindet sich die Sidebar so gut wie immer auf der rechten Seite.

Auf solche Gewohnheiten solltest Du nicht nur später beim Aufbau Deines Foodblogs achten, sondern auch bereits jetzt beim Domainnamen.

Das mit dem Bindestrich ist so eine Gewohnheit. Im deutschsprachigen Raum (für diesen schreibst Du ja deinen Foodblog wahrscheinlich) sind Bindestriche in Websites üblich.

Sofern Du zwei oder gar drei Wörter für deinen Domainnamen auswählen möchtest, empfiehlt sich die Variante mit Bindestrich. So habe ich es beispielsweise auch bei meinem Businessblog gehandhabt: abenteuer-homepage.de statt abenteuerhomepage.de.

5. Domainendung: .de , .com oder lieber was ausgefallenes?

Wer die Wahl hat, hat die Qual, das war schon immer so.

Mittlerweile sind alle möglichen Endungen möglich, es gibt so gut wie nichts mehr, was es nicht gibt. So sind Endungen aller möglichen Städte verfügbar oder auch beispielsweise
• .tipps
• .online
• .shop
• .rocks
• und und und

Trotzdem ist es meiner Meinung nach ganz einfach, hier eine für sich passende Entscheidung zu treffen.

Irgendwie ist es fast wie bei Immobilien, wo es 3 Dinge gibt, welche für die Entscheidung wichtig sind: Lage, Lage, Lage!

Es ist also ein bisschen so, als würdest Du Dich für die Lage Deiner neuen Geschäftsräume entscheiden. Möchtest Du also gern in Toplage mit Meerblick vertreten sein oder reicht ein Ladenlokal in zweiter oder dritter Reihe? Du willst den Meerblick, stimmt`s?

[bctt tweet=“Die richtige Domainendung ist wie ein Büro mit Meerblick.“ username=“GeLeSi_de“]

Domainendungen mit 1a-Lage – der Meerblick:

  •  .de – für Deutschland
  •  .at für Österreich
  • .ch für die Schweiz

Domainendungen mit 1b-Lage – der seitliche Meerblick

  •  .com
  • .info
  •  .net
  • .org

6. Markenrechte anderer beachten

Was eigentlich klar sein sollte, möchte ich trotzdem nicht unerwähnt lassen. Verwende keinen Domain-Namen, der die Rechte anderer verletzt, denn das kann teuer werden und jede Menge Ärger verursachen. Im Zweifelsfall frag bei dem Rechteinhaber nach und lass dir die Genehmigung schriftlich geben.

Von Namen wie „Kitchenaid-Rezepte“ würde ich beispielsweise Abstand nehmen oder eben nachfragen.

7. Verfügbarkeit prüfen

Leider trifft hier der Wunsch häufig auf die traurige Realität, denn sehr häufig ist die Wunschdomain eines: Leider schon vergeben. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir mehrere mögliche Varianten überlegst.
Auf united-domains kannst Du kostenlos die Verfügbarkeit Deines Wunschnamens überprüfen.

8. Der AB-Test

Hast Du Dich für einen Namen entschieden und dieser ist auch verfügbar? Klasse, dann solltest Du noch eins machen, bevor Du den Registrieren-Buton anklickst: Den AB-Test.

Sprich den Namen deiner zukünftigen Domain auf den Anrufbeantworter einer guten Freundin. Sag diesen Namen nur ein einziges mal ohne ihn zu buchstabieren und bitte sie, den Namen als Textnachricht an dich zu schicken. Steht in der Textnachricht der korrekte Name, dann ist deine Wahl absolut richtig.

 

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