Raclette oder Schweizer Raclette – ist das nicht das selbe?

Die Antwort ist ein klares nein! Der Grund dafür liegt irgendwie schon im Thema „Fleisch“, was für uns in Deutschland ja schon irgendiwe zum Raclette gehört. Dazu aber später mehr. Jetzt erstmal ein kleiner Ausflug in die Geschichte!

 

Was ist Raclette eigentlich und wo hat es seinen Ursprung?

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 Wikipedia meint unter anderem folgendes dazu:
„Das oder die Raclette kommt vom französischen „racler“, was so viel wie schaben oder kratzen bedeutet.
Neben dem Käsefondue ist das Raclette eines der Schweizer Nationalgerichte, welches aus geschmolzenem Käse zubereitet wird. Die üblicherweise dafür verwendete Käsesorte ist ein leicht schmelzender Schnittkäse der Vollfett- oder Rahmstufe, welcher ebenfalls als (stets der) Raclette-(Käse) bezeichnet wird.“ 

Der Ursprung vom Raclette

„Wer hat`s erfunden?!“ Die Schweizer waren es – war ja aber auch irgendwie klar! Die haben nun mal so ziemlich die meiste Ahnung, wenn es um das Thema Käse geht!

Erwähnt wurde das Raclette erstmalig im Mittelalter. Klosterhandschriften aus dem Kantonen Oberwalden und Nidwalden berichten von einem Bratkäse als besonders schmackhafte Mahlzeit für die Alpenhirten.

Das Schweizer Raclette

Wie oben bereits erwähnt, geht es bei diesem traditionellen Raclette ausschließlich um den Genuss von geschmolzenem Käse.

So richtig authentisch wäre die Zubereitung, wenn der Käse direkt über offenem Feuer geschmolzen wird, aber wer von uns hat heute noch ein offenes Feuer zu Hause? Okay, der Kamin vielleicht, aber der eignet sich nicht wirklich 😉

Gott sei Dank gibt es mittlerweile Raclette-Geräte für den Hausgebrauch. In diese lassen sich dann auch kleinere Käsestücke einspannen und unter einer Heizspirale schmelzen. Wichtig ist, dass ein gutes Stück kräftiger Raclette-Käse verwendet wird. Als Beilagen werden lediglich Pellkartoffeln und etwas sauer eingelegtes Gemüse gereicht, als Getränke sind schwarzer Tee oder auch Weißwein üblich.

Schweizer Raclette Geräte für zu Hause

Ein typischer Raclette Abend in der Schweiz

Bevor der eigentliche „Raclette Genuss“ beginnt, starten die Schweizer meist mit dem Apéro.

 

Der Apéro

Was dem Franzosen das Amuse-Gueule ist dem Schweizer das Apéro. Der kleine Gruß aus der Küche, welcher vor dem eigentlichen Menü serviert wird.

Beim Aperò sind es allerdings immer Schweizer Spezialitäten, welche gereicht werden, was super ist, denn diese lassen sich im Vorfeld einfach vorbereiten. Dazu kann ein Weißwein gereicht werden.

Apéro selber machen – so geht`s
Zutaten:
  • Schweizer Fleischspezialitäten wie Bündnerfleisch, Walliser Trockenfleisch, Appenzeller Mostbröckli, Schweizer Salami, Schweizer Rohschinken oder Salsiz
  • Käseauswahl – zum Beispiel Sbrinz oder Brie
  • Hart gekochte Eier
  • wahlweise Tomaten, Essiggurken, Radieschen und Petersilie
  • frisches Roggenbrot
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Die Schweizer Fleischspezialitäten in dünnen Scheiben auf einer großen Platte zusammen mit den übrigen Zutaten anrichten. Eine Pfeffer- und Salzmühle bereitstellen.

Nachdem der Aperò genossen wurde, geht`s dann auch endlich mit dem eigentlichen Raclette los

Der richtige Käse

Käse ist nicht gleich Käse. Das gilt auch und ganz besonders beim Raclette Käse. Es gibt Sorten aus der Schweiz, Frankreich und dem Allgäu. Die Vermutung, dass der aus der Schweiz der Beste ist liegt nahe. Alle Sorten unterscheiden sich in der Herstellung und damit im Geschmack. Der Schweizer Raclette Käse beispielsweise besteht aus Rohmilch, was ihn besonders würzig macht.

Bei der Auswahl des Käses zählt der letztlich der eigene Geschmack, lediglich einen Fettgehalt von mindestens 45 Prozent sollte die gewählte Käsesorte haben. Denn dann ist ein Käse besonders cremig und leicht schmelzend, was ihr zum perfekten Raclette Käse macht. 🙂

Raclette Käse

4 No Go`s beim Schweizer Raclette

Wer sich beim nächsten Schweiz-Urlaub als Raclette-Kenner präsentieren möchte, kann einfach diese wenigen No Go`s beachten 🙂

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Fleisch zum Raclette

Beim Schweizer Raclette ist der Käse der Star! Fleisch hat da nichts zu suchen.

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Keine Scheibletten

Ob Scheibletten wirklich Käse sind, sei an dieser Stelle mal dahingestellt, aber beim Raclette haben sie nichts zu suchen.

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Rinde vom Käse abschneiden

Das macht man einfach nicht, die Rinde bleibt dran.

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Wasser zum Raclette trinken

Kalte Getränke verklumpen den Käse im Magen, was zu einem unschönen Völlegefühl sorgt. Besser ist es ein Glas schwarzen Tee zu trinken, oder ein Gläschen Weißwein, da sind die Schweizer nicht sooo konsequent.

Extra Tipp: Die Alternative zum Schweizer Raclette Gerät

Was aber, wenn man keine komplette Ausstattung für ein Schweizer Raclette hat und auch nicht gleich eine anschaffen möchte?  Kein Problem! Wer einen „normalen“ Raclette Grill zu Hause hat, kann diesen kurzerhand umfunktionieren 😉 Es ist zwar nicht ganz dasselbe, aber für den Anfang ganz okay.

Und so funktioniert meine Alternative

Den Raclette Grill wie gewohnt in der Mitte des Tisches platzieren und einschalten. Pellkartoffeln, in Scheiben geschnittenen Raclette Käse sowie etwas Brot und sauer eingelegtes Gemüse bereitstellen.

Nun einfach die Käsescheiben in den Pfännchen platzieren und diese wie gewohnt unter den Grill schieben. Ist der Käse geschmolzen und an der Oberseite leicht gebräunt, kann er mit einem Holz- oder Kunststoffspatel aus den Pfännchen geschoben werden.

Et Voilà – fertig ist das Schweizer Raclette.

ABER BITTE: Nicht schummeln, die Grillplatte bleibt beim Schweizer Raclette unbenutzt 😉

 

Noch ein paar (bewegte)  Bilder, die garantiert Lust auf diesen Käsegenuß machen habe ich bei youtube für Euch gefunden 🙂

 

 

Guten Appetit, oder wie die Schweizer sagen „en guete“ –   wünscht Euch

Manu Aust: SEO & WordPress Spezialistin, Website Guide fürs Onlinebusiness

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