Start in den Sommer 2016- 1100 km von Deutschland nach Kroatien

29.07.2016 – endlich ist es soweit! Unser WoWa ist gepackt und wir sind startklar.

Etwas über 1000 km liegen vor uns, welche wir auf drei Tage aufteilen wollen – irgendwie ist ja auch der Weg ist das Ziel.

Der erste Tag – fahren so lange wir Lust haben

Wir starten also am Freitag gegen Mittag in Richtung Süden. Ein festes Ziel für diesen Tag haben wir uns nicht gesetzt. Wir wollen fahren so lange es Spaß macht und der Straßenverkehr es zulässt.

Erstaunlicherweise bleiben wir von den angekündigten Staus verschont und wagen sogar den direkten Weg über München und dann Richtung Chiemsee. Auch hier gibt’s noch immer keine Staus, so dass wir nur einen kurzen Tankstop einlegen und beschließen noch etwas weiter zu fahren.

Das Minimum-Ziel haben wir allemal erreicht. Gegen 20.oo Uhr und ca. 600 Km reicht es dann aber doch und wir halten Ausschau nach einem großen Rastplatz. Unser Navi zeigt uns „Gott sei dank“ die Möglichkeiten direkt an. So fahren wir den ersten Rastplatz an und siehe da – grenzenlos überfüllt. Nicht mal für einen kurzen Stopp findet sich ein Plätzchen, geschweige ein Platz für die ganze Nacht. Auweia! Mittlerweile ist es schon nach 21.00 Uhr und Müdigkeit beginnt sich bei uns beiden breit zu machen. Nach weiteren 35 km dann der nächste große Autobahnrastplatz, wieder keine Chance, selbst die LKW`s stehen bereits in der Auffahrt zum Rastplatz. Also nochmal 25 km weiter fahren. Ich glaube keiner von uns beiden hätte es in diesem Moment gewagt, laut die Frage zu stellen, was werden soll, wenn auch der folgende überfüllt ist.

Dann aber, auf dem „Rasthof Golling“ fanden wir endlich unseren Schlafplatz. Nicht zuletzt auch durch die Hilfe, anderer Autofahrer, welche etwas zusammenrückten um uns den erforderlichen Platz zu machten.

GESCHAFFT!

Ehrlich gesagt, ich liebe es ja in den Sommermonaten eine Nacht auf einem Rastplatz zu verbringen. Das hat schon fast etwas von Campingplatz, da sich immer zahlreiche Camper dort zusammenfinden, welche auf dem Weg in den Süden sind oder auch gerade von dort kommen.

Ein kurzer Plausch mit „unseren Nachbarn“, dann etwas Essen (unser Kühlschrank ist gut gefüllt) und gegen 23.00 Uhr – ab ins Bett.

Für alle, die autark sind, ist der Rasthof Golling zum Übernachten durchaus zu empfehlen. Wer jedoch auf sanitäre Einrichtungen der Raststätte und evtl. auch auf das Restaurant zurückgreifen muss oder möchte, sollte lieber noch etwa 30 km weiter zum Rastplatz „Tauernalm“ fahren.

Der zweite Tag – unser erster wirklicher Urlaubstag

Gut ausgeschlafen wachen wir am nächsten Tag auf und freuen uns, dass wir heute nur noch etwa 120 km fahren müssen, denn unser Ziel für diesen Tag steht bereits fest.

Im Zuge der Urlaubsvorbereitungen  hatte ich nach Campingplätzen nahe der Autobahn und kurz vor der Slowenischen Grenze Ausschau gehalten und bin dabei auf den „Faaker See“ gestoßen.

Ich hatte auch einige andere Campingplätze angeschrieben und nach einer Reservierung für die Nacht vom 30. zum 31. Juli gefragt, leider hat überhaupt nur ein einziger meine Anfrage beantwortet. Dieser bot uns jedoch einen Stellplatz für den 15.08. an. Sorry, zu diesem Zeitpunkt wollten wir schon lange am Urlaubsort sein!

Der Campingplatz „Arneitz“, am Faaker See, wirbt auf seiner Website damit, dass keine Reservierungen möglich sind, solche aber auch nicht nötig seien! Okay, das wollten wir ausprobieren.

egen 11.30 Uhr kamen wir am Campingplatz an. Einige WoWa-Gespanne und WoMo`s standen bereits in der „Anmeldespur“ und wir gesellten uns dazu. An der Rezeption wurden wir freundlich begrüßt und an eine Mitarbeiterin verwiesen, welche uns die freien Plätze zeigen würde. Diese fuhr ankommende Gäste zu den möglichen freien Plätzen und besichtigen, beurteilen und dann auswählen – genial. Hinzu kommt, dass das dafür genutzte Mobil einem „Rolls Royce“ nachempfunden war – lustig!

Da wir nur eine Nacht bleiben wollten und ich ehrlich gesagt so schnell wie möglich an den Strand und ins Wasser wollte, entschieden wir uns für einen Platz in der Nähe der Rezeption. Ich ging zur Anmeldung und Thomas fuhr unser Gespann schon mal auf den Stellplatz – alles völlig einfach und unkompliziert.

Binnen einer haben Stunde war das Nötigste ausgepackt und unsere Stühle standen vorm WoWa – jetzt konnte der Urlaub endgültig beginnen.

Der Campingplatz Arneitz am Faaker See

Ich gebe zu, bis jetzt hatte ich vom Faaker See noch nie etwas gehört.

Der See liegt in Kärnten unweit des wohl ziemlich bekannten Wörthersee`s. Er ist viel kleiner, hat aber auch eine Menge zu bieten. Das dürfte  nicht zuletzt ein Grund dafür sein, warum sich hier auf engstem Raum so viele Campingplätze befinden.

Der Campingplatz Arneitz wirbt damit, das hier keine Reservierung möglich und nötig sind. Ob dies in der Hauptsaison immer zutrifft, wage ich zu bezweifeln. Wir haben am 30.07. jedenfalls einer der letzten freien Plätze an diesem Tag ergattert.

Die Stellplätze sind meist schattig und – soweit wir das beurteilen können -auch sehr geräumig. Es gibt Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse sowie TV-Anschluss direkt am Stellplatz.

Der Campingplatz an sich liegt in einem kleinen Wäldchen und hat einen eigenem kleinen Strandabschnitt. Für Kinder gibt es nicht nur einen Spielplatz, sondern auch jede Menge Animation.

Die Sanitäreinrichtungen sind nicht nur großzügig und modern, sondern auch sehr sauber und gepflegt.

Der Strand ist zwar nicht riesengroß (im Sinne von  lang), was bei einem so eher kleinerem See auch nicht wirklich zu erwarten ist. Dafür ist das Wasser türkis und die Aussicht auf die Alpen ist einfach grandios.

Neben einem Supermarkt und Bäcker gibt es hier auch ein SB-Restaurant, in welchem man bereits ab 7.00 Uhr morgens frühstücken kann.

Gleich gegenüber befindet sich eine Bühne und davor über 300 Sitzplätze – hier gibt es täglich Livemusik. Erstaunlicherweise war davon auf dem Campingplatz selbst nichts zu hören.

Nach dem Sprung ins kühle Nass und einem kurzen Sonnenbad am Strand vom Faaker See war noch reichlich Zeit um sich die nähere Umgebung anzuschauen. Wir spazierten etwa 1 km am entlang der Strasse nach Egg, vorbei am öffentlichen Strandbad und immer wieder den herrlichen Blick auf türkis blaues Wasser und die Berge im Hintergrund.

Bereits auf unsere der Anreise war mir ein Restaurant mit sehr gemütlich wirkender Außenterrasse aufgefallen. Hier wollten wir eine Kleinigkeit essen.

Der „Tschebull“ ist ein uriges Restaurant. Im Sommer gibt hier regelmäßig den sogenannten „Sommergrill – die Tschebull Outdoorküche“. Der ausgehängten Reservierungsliste war zu entnehmen, dass für diesen Abend auch schon reichlich Reservierungen vorlagen.

Die Außenterrasse  wirkte nicht nur gemütlich, sie war es auch (trotz direkt an der Straße gelegen und ohne Blick auf den See). Wir studierten die Speisekarte und entschieden uns für gefüllte Teigtaschen und ein halbes Hähnchen.

Unser Fazit

Der Campingplatz Arneitz ist sehr lebendig, es wird viel geboten und es ist immer was los. Wer einen ruhigen Urlaub verbringen möchte ist hier eher nicht richtig. Für einen kurzen Stop würden wir hier immer wieder vorbeischauen.

Der dritte Tag – unser Reieziel UMAG in Kroatien

Gegen 8.00 Uhr Morgens brachen wir auf, um die letzten etwa 250 km bis an unser endgültiges Ziel in Angriff zu nehmen.

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