Unseren Urlaub planen wir am liebsten im Urlaub

So war es auch als es darum ging unseren Sommerurlaub für dieses Jahr zu planen. So saßen wir also im Januar 2016 mit Skianzug und Skihelm auf dem Horberg in Österreich und überlegten, was wir im kommenden Sommer anstellen könnten.

Schnell waren wir uns darüber einig, dass es warm sein sollte und das wir ans Meer wollten. Vielleicht bin ich unflexibel, aber ich liebe es auch, so lange wie möglich an einem Urlaubsort zu verweilen. Mir geht es darum, diesen richtig kennenzulernen und nicht nur kurz, sozusagen per Stippvisite und im nächsten Moment zum nächsten Ort aufzubrechen. Auch und besonders aus diesem Grund scheiden Rundreisen nach Spanien oder auch Frankreich im Moment noch als Reiseziel aus. Und da Thomas ja immer wieder die Hauptlast am Ab- und Aufbau zu tragen hätte, kommt ihm dies ganz recht.

das Reiseziel

Schnell war dann Kroatien für dieses Jahr als Reiseziel ausgemacht und wir schwelgten, immer noch im Skianzug, in Erinnerungen an unseren Kroatienurlaub 2014.

Thomas war zwar schön öfters dort, ich aber kenne bisher nur Mali Losinj und Pula, so dass die Auswahl an mögliche Zielorten riesengroß war.

Die Auswahl des Campingplatzes

Aus dem Skiurlaub zurück, waren wir wieder mitten im Alltag und die Urlaubsplanung trat irgendwie in den Hintergrund. Klar – uns war sehr wohl bewusst, dass viele begehrte Campingplätze früh ausgebucht sein würden. Diese Erfahrung hatten wir bereits 2014 gemacht, als wir im Ergebnis auch nicht mehr wirklich eine große Auswahl an freien Stellplätzen hatten.

Oft sagte abends einer von uns beiden: „Wir müssen uns um Kroatien kümmern!“ und der andere: „Ja, stimmt müssen wir!“ So vergingen die Tage und Wochen und plötzlich war es bereits Mitte April und wir hatten noch immer keinen Campingplatz gebucht.

Jetzt aber schnell!

Es kam natürlich so, wie es kommen musste. Die meisten Campingplätze waren bereits restlos ausgebucht. Was nun? Ich war schon so weit, mich irgendwie mit dem Gedanken anzufreunden, mal wieder Sommerurlaub in Deutschland zu machen, aber Thomas gab nicht auf.

Schließlich bekam ich von ihm per Email den Link vom „Campingpark Umag“ und schaute mir den Platz sofort an. Tatsächlich gab es auch noch Buchungsmöglichkeiten, selbst für einen so langen Zeitraum wie wir ihn wollten. Ich startete also eine Anfrage und binnen 24 h waren wir stolze Besitzer einer Buchungsbestätigung 😉

Unser Reiseziel: Der Campingpark UMAG

Umag ist eine kroatische Kleinstadt mit eigenem Hafen an der Nordwest-Küste Istriens, nur wenige Kilometer von der kroatisch-slowenischen Grenze entfernt und praktisch genau gegenüber von Venedig 🙂

Damit war eigentlich das Wichtigste geschafft: Wir hatten unseren Stellplatz sicher – oder?

Als nach einer Woche noch immer, weder eine Anzahlungsrechnung noch eine Bestätigung über einen genauen Stellplatz, bei uns eingetrudelt war, wurde ich dann doch etwas nervös. Also schrieb ist „Istra Camping“ an (diese hatten die Buchung vermittelt) und fragte nach. Binnen weniger Stunden kam die Antwort. Die Buchung ist ok und bestätigt, eine Anzahlung sei nicht nötig und ein fester Stellplatz wird vorab nicht vergeben, diesen erhalten wir bei Anreise. Nur die ausgewählte Kategorie ist sicher – hmm!????!,

Heißt also, wer zuerst kommt malt zuerst? Aber der Reihe nach – diesbezügliche Auswirkungen auf unsere Streckenplanung kommen später

Fit für den Sommer – Reparaturen und Neuanschaffungen

Erstmal hieß es, unseren Dicken – so nennen wir unserer WoWa – fit für den Sommer zu machen.

Leider hatte sich bei unserem Ostseetrip im Mai die Drehvitrine aus der Deckenverankerung gelöst, so dass das Teil drohte, herauszubrechen. Zwar hatte Thomas dies mit Klebeband erst mal verhindern können. Jeder weiß aber, so etwas hält natürlich nicht ewig und bei entsprechender Hitze im Sommer erst recht nicht.

Hier war als oder Fachmann gefragt, gemeint ist die Fachwerkstatt, denn bereits im Mai an der Ostsee hatte Thomas einen halben Tag damit verbracht, das Problem selbst zu lösen. Leider ohne Erfolg.

Also stand ein Werkstatt Termin an. Ein kurzer Anruf, das Problem schnell erklärt und am anderen Ende hörte wir ein tiefes Stöhnen und dann so etwas wie: „Ohje, dass wird zeitaufwendig und das Teil müssen wir auch erst bestellen, das geht nicht so schnell.“

Nach zwei Wochen war das Teil dann doch schon da, wurde eingebaut – funktioniert  – Problem gelöst!

Die zweite Baustelle, welche wir allerdings schon seit Jahren mit uns rumschleppen, ist das Gewicht. Als wir uns vor „X“ Jahren den WoWa zugelegt hatten, griffen wir – nicht zuletzt aus Kostengründen – auf vorhandene Ausstattung/Ausrüstung zurück. So nutzten  wir Geschirr, Töpfe und Pfannen aus meiner häuslichen, einen  Campingtisch hatte wir noch aus Omas Garten und die Stühle nahmen wir von unserer Terrasse.

Nicht nur, dass so  jedes mal das „Einpacken“  sehr zeitaufwendig ist, all die Dinge wiegen auch extrem viel – ist ja keine Campingausstattung. Der größte Posten dabei waren unumstritten Tisch und Stühle. Es sollte also endlich was Neues her.

Nach langem Suchen und Abwägen der Vor- und Nachteile entschieden wir uns letztlich für Stühle von „Isabella“ (mit zusätzlichem Fußteil) und einem großen Alutisch mit zusätzlicher Ablage.

Nächster Punkt auf der Liste zur Reisevorbereitung ist nun tatsächlich schon die Streckenauswahl – ein sicheres Zeichen dafür, dass es bald los geht 🙂

Reiseroute: Italien oder Slowenien

Ob über München oder Regensburg entscheiden wir meist ganz kurzfristig. Für München spricht sicherlich die 3-spurige Autobahn, allerdings ist hier ein Stau praktisch vorprogrammiert. Die Regensburger-Strecke ist weit weniger befahren, allerdings nur 2-spurig, was beim Überholen mit dem Gespann manchmal ganz schön anstrengend sein kann. Interessanter war dann schon eher die Frage, ob wir ab Villach – westlich – über UDINE oder – östlich – über Ljubljana fahren sollen. Unser Bauchgefühl sagte Ljubljana und eine Nachfrage in einer Campinggruppe bei facebook bestätigte auch, dass eigentlich nichts gegen diese Strecke spricht.

Um so früh wir irgend möglich am Campingplatz anzukommen (wir haben ja noch keinen festen Stellplatz – wer zuerst kommt malt zuerst 😉 ) und um den Urlaub um einen Tag zu verlängern, haben wir kurzerhand beschlossen, die ersten Kilometer bereits am Freitagnachmittag zurückzulegen. Je nach Lust und Laune (und Verkehrslage) werden wir sehen, wie weit wir kommen. Übernachtet wird auf einer großen Autobahnraststätte. Ziel für den zweiten Tag wird dann Villach sein. Hier haben wir zwei Übernachtungsmöglichkeiten zur Auswahl, die ich auf wowa-stellplatz.de gefunden  habe. Zum einen, einen Bauernhof mit Stellplätzen inkl. Wasser, Strom und WLAN. Zum anderen einen Campingplatz. Beides in unmittelbarer Nähe zur Autobahn und nur noch etwa 250 km vom Ziel „Umag“entfernt.

Damit stand auch unsere Streckenplanung – dachten wir zumindest. Ganz aktuell gibt es hier ein Update: Laut einem Bericht des ÖAMTC ist wegen des Besuchs des russischen Präsidenten Putin in Slowenien, am 30.07.2016, mit zahlreichen Straßensperrungen zu rechnen! Also doch über Italien? Die Nachricht ist so aktuell, dass wir hier noch keine Entscheidung getroffen haben.

Zu guter letzt muss Thomas noch zum ADAC, ein bisschen Kartenmaterial  und die MAUT-Vignetten besorgen. Gemeinsam werden wir einen Tag vor Abreise den WoWa packen und dann kann`s endlich losgehen.

Die letzten Tage bis zur Abreise werde ich mich noch mit möglichen Ausflugszielen und guten Restaurants vor Ort beschäftigen. Wobei wir für dieses Jahr bereits fest beschlossen, haben 2 Tage in Venedig zu verbringen.

Am Wochenende kommen dann auch schon meine Eltern – irgendwer muss ja schließlich auf Haus und Hof aufpassen, während wir uns in der Weltgeschichte herumtreiben 😉

Wie es weiter geht, könnt hier hier lesen.

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade von Urs vom Philippinen Blog  zum Thema Reisevorbereitungen.